Apple gewährt Einblick in den iPhone-Systemkern

Verwunderung auf der WWDC 2016

So mancher Teilnehmer und externe Beobachter  hat behauptet, dass es auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2016 seitens Apple keine Überraschung gab. Diese dürfte wohl stimmen, weil Tim Cook keine „bahnbrechenden“ Neuigkeiten präsentierte. Erst im Nachhinein wurde vielen klar, dass Apple dennoch auf der Konferenz für eine große Überraschung sorgte, indem der Öffentlichkeit einen Blick in das Innere des iPhone-Betriebssystems gewährt wurde. Dieses sah zunächst nach einem Versehen aus, doch mittlerweile ist es allen klar, dass Apples Offenherzigkeit hat einen guten Grund hatte bzw. immer noch hat. Wie lässt sich dieses erklären?

Absicht oder Versehen?

Jedes Betriebssystem – so also auch das Betriebssystem des iPhone – hat einen Systemkern, den sogenannten Kernel. Dieser bildet die unterste Schicht des Betriebssystems und hat direkten Zugriff auf Speicher, Prozessor und andere Hardware (zur Erläuterung: Programme, Bedienoberfläche und Nutzerdaten sind nicht Bestandteil des Kernels). Im Wesentlichen regelt der Kernel als zentrales Element des Betriebssystems unter anderem das Zusammenspiel zwischen Geräte-Hardware und Software. Die Verwunderung auf der Konferenz über die „Offenherzigkeit“ war insofern groß, als dass Apple bis dato den Systemkern von iOS stets verschlüsselt und somit vor der Öffentlichkeit verborgen hatte. Als Grund wurde bisher immer vermutet, dass  Apple verhindern wollte, dass jemand Einblick in den Programcode nehmen kann. So wurde also gerätselt, ob es ein Versehen war, dass der Blick in den Kernel erlaubt wurde oder ob dieses Absicht war.

 

Spiel Kiste

 

Geheimnis gelüftet

Diese „Geheimnis“ ist aber nunmehr gelüftet. So teilte Apple mittlerweile mit, dass der Systemkern mit Absicht offengelegt wurde. Hierdurch soll es künftig „Tüftlern“ leichtet gemacht werden, mit der Software zu experimentieren und eventuelle Schwachstellen herauszufinden. Dieses wiederum könnte langfristig die Sicherheit verbessern. Zur Beruhigung der iPhone User teilte Apple aber auch mit, dass ein nicht verschlüsselter iOS-Kernel kein Sicherheitsrisiko für sie darstellt, da der  iOS-Kernel keine persönlichen Daten enthält und es daher nicht bedenklich ist, die Verschlüsselung wegzulassen.

Größtes Update in der MacBookPro Geschichte steht an

Neues MacBookPro soll Maßstäbe setzen

Für Apple Freunde ist der KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo sicherlich kein unbekannter, denn schließlich lag er mit seinen frühzeitigen Voraussagen für Apple-Modifikationen zumeist richtig. Ob das auch diesmal der Fall ist? So sagt er für diesen Herbst ein Upgrade für die MacBookPro Reihe voraus. Im Wesentlichen soll das MacBookPro schlanker werden. Dieses soll durch ein dünneres und leichteres Design als bisher der Falle war, ermöglicht werden. Hinzu sollen neu entwickelte Scharniere kommen sowie eine Butterfly-Tastatur. Darüber hinaus soll das MacBookPro künftig über ein kleines zusätzliches OLED-Display über der Tastatur verfügen, das dem Touchscreen eines Smartphones ähneln soll und gleichfalls für Eingaben benutzt werden kann. Darüber, dass die bisherigen Funktionstasten der Tastatur verschwinden sollen, werden MacBook-Freunde sicherlich nicht traurig sein. Überrascht sind jedoch selbst Insider darüber, dass das runderneuerte MacBook wahrscheinlich künftig per Touch ID entsperrt werden kann. Angeblich soll die hierzu benötigte Hardware direkt in die Rechner integriert werden.

Auch Umstieg auf Thunderbolt 3

Es gilt als gesichert, dass mit dem Upgrade auch der Umstieg auf Thunderbolt 3 mit USB-Typ-C-Stecker vollzogen wird. Auch sollen die neuen MacBook Pro Modelle mit den neuen Skylake-CPUs von Intel sowie in den höheren Ausbaustufen mit AMDs neuen Polaris-CPUs aus der Radeon-400-Serie ausgestattet sein.

Größtes Upgrade in der MacBookPro Reihe

Sollte der Analyst Ming-Chi Kuo mit seinen Voraussagen Recht behalten, so dürfte es sich um das soll es sich um das größte Upgrade in der Geschichte der  MacBookPro Reihe handeln. Das hier eine enorme Modifikation erfolgen wird lässt sich auch daran erkennen, dass neben den neuen MacBookPro Modellen auch die MacBook-Reihe ausgebaut werden, soll. Hier wird neben dem 12-Zoll-Modell künftig auch ein 13-Zoll-Gerät erwartet. Auch erwarten Insider, dass künftig die einzelnen MacBook-Reihen deutlicher positioniert werden. So soll zum Beispiel das MacBook Pro das Premiumsegment markieren, das MacBook die Mittelklasse und das MacBook Air das Einsteigersegment.

Geht es dem Apple-Konzern schlecht?

Umsätze scheinen nicht den Erwartungen zu entsprechen

Geht es dem Apple wirtschaftlich schlecht? Solche oder ähnliche Fragen tauchen in jüngster Zeit immer mehr in entsprechenden Foren auf. Nun, die Frage ist schnell beantwortet: wenn man alleine die Gewinnseite des Konzerns betrachtet, so werde immer noch Ergebnisse erwirtschaftet, die andere Konzerne vor Neid erblassen lassen. Allerdings entbehrt die oben gestellte Frage nicht einer Daseinsberechtigung, denn erstmals seit nunmehr dreizehn Jahren sind – auf das Jahr betrachtet – die Umsätze gesunken. Hierzu sollen allem Dafürhalten nach die beiden Smartphone-Modelle iPhone 6S und iPhone 6S Plus s beigetragen haben. Obwohl noch keine gesicherten Zahlen vorliegen sieht es ganz danach aus, dass die Umsatzerwartungen, die an diese Modelle gestellt wurden, nicht erfüllt wurden. Hier rächt es sich nun, dass Apple seit Jahren auf die iPhones als Haupteinnahmequelle gesetzt hat. Dieses ging bisher auch immer gut, so dass man in Kauf nehmen konnte, dass die Umsätze und Gewinne der anderen Verkaufssegmente gleichfalls nicht immer den Erwartungen entsprachen.

Wird der iTunes Music Store aufgegeben?

Allerdings könnte sich dieses ändern, wenn eine Nachricht stimmt, die das Fachblatt Digital Music News unter Berufung auf Quellen „mit engen und aktiven Geschäftsbeziehungen zum Unternehmen“ verbreitet hat. So soll Apple angeblich den kostenpflichtigen iTunes Music Store zu Gunsten seines im letzten Jahr eingeführten Streaming-Dienstes Apple Music aufgeben. Zwar macht Apple zurzeit mit dem iTunes Music Store noch mehr Geld als mit Apple Music, aber der Download-Markt schrumpft in den letzten Jahren. Streaming-Angebote mit ihren regelmäßigeren Einnahmen gelten als Zukunftsmodell. Ein Beispiel hierzu: von dem aktuellen Album des Rappers Drake, das zum Start exklusiv bei Apple zu haben war, sollen in nur fünf Tagen über eine Millionen Kopien verkauft worden sein.

Dementi des Konzerns

Inwieweit aber nun die Nachricht des das Fachblatt Digital Music News wirklich gesichert ist, bleibt jedoch dahin gestellt, denn wie in ähnlichen Fällen oft üblich, ließ Apple auch dieser Nachricht ein Dementi folgen.

 

Apple Watch: ab Juni nur noch native Apps

Apple hat auf Kritik reagiert

Als Apple Ende 204 seine erste Smartwatch vorstellte, gab es Spötter, die die Watch lediglich als ein zusätzliches iPhone-Display am Handgelenk ansahen.  Der Grund lag darin, dass die vorinstallierten Apps alle mehr oder weniger auf dem gekoppelten iPhone liefen und die Informationen per Bluetooth-Verbindung an die Watch übertragen wurden. Dieses führte dazu, dass zum Beispiel beim Öffnen des Kartenprogramms bis zu 30 Sekunden vergehen konnten, bis die Smartwatch auf Eingaben reagierte. Im Zeitalter der ultraschnellen Datenübertragung ein Zustand, der wohl nur mit der Fahrt der ersten deutschen Eisenbahn im Jahr 1833 vergleichbar ist, die für eine Strecke von 6,2 km fünfzehn Minuten brauchte.

Freie Hand für Entwickler

Apple hat aber nunmehr reagiert und auf seine Kritiker gehört, indem den Entwicklern erlaubt wurde, native Apps für die Computeruhr bereit zu stellen. In einer Nachricht an die Entwickler gab der Konzern auf seiner eigenen Homepage unter dem Punkt „Anstehende Anforderungen für watchOS-Apps“ bekannt, dass ab 1. Juni dieses Jahres nur noch native Apps unter watchOS zugelassen werden. Allerdings werden nur diejenigen watchOS-Apps von Apple freigegeben, die sich auch ohne verbundenes iPhone nutzen lassen. Entwickler hingegen müssen zur Programmierung das watchOS SDK in der Version 2.2 oder neuer verwenden um einen direkten Zugriff auf die Hardware , zum Beispiel beispielsweise das Mikrophon oder die diversen Sensoren, zu bekommen.

Neue Funktionen

Dass Apple ein Update auf WatchOS 2 plant, war Insidern zu Folge seit längerem geplant. Nun hat aber Apple seine große Keynote auch dazu genutzt, um neue Funktionen für das geplante, große System-Update der Apple Watch vorzustellen. Wie mittlerweile bekannt wurde, wird zu den ersten nativen Apps unter anderem der Facebook Messenger gehören. Weiterhin ist sicherlich auch für viele interessant, dass man mit iTranslate sein gesprochenes Wort direkt von der Apple Watch in zahlreiche Sprachen übersetzen lassen kann.

Neuerlicher Streit um Entschlüsselung von iPhones

Apple verweigert sich

Irgendwie ist man bei dem Streit zwischen Apple und den US-Behörden, bei dem es um die Entschlüsselung von iPhones geht, an den Roma „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende erinnert. Zunächst einmal schien es so, als sei der iPhone-Entschlüsselungsstreit grundsätzlich beigelegt, nachdem es mit Bundespolizei FBI gelang, das Smartphone eines Attentäters ohne Hilfe von Apple zu knacken. Die US-Regierung verzichtete daraufhin in diesem Fall auf weitere gerichtliche Schritte gegen das Unternehmen. Hintergrund: Apple weigerte sich trotz einer gerichtlichen Anordnung die Entschlüsselung des Smartphones des Attentäters Farook zu ermöglichen. Dieser hatte Ende vergangenen Jahres zusammen mit seiner Frau bei einem islamistischen Anschlag im kalifornischen San Bernardino vierzehn Menschen erschossen, ehe das Paar von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet wurde. Wie dem FBI die Entschlüsselung gelang, ist nach wie vor unklar. Insider vermuten, dass die Ermittlungsbehörden einen Hinweis auf das Passwort bekamen oder es sich um das ältere iPhone-Modell 5c handelte, welches noch nicht über den zusätzlichen Hardware-Verschlüsselungsschutz (Secure Enclave) der aktuellen Modelle verfügte. Dieser Entschlüsselungsschutz erschwert ein Hacken erheblich oder macht diese sogar unmöglich. Trotz diesen Vermutungen kündigte zuletzt Apple an, den Entschlüsselungsschutz noch einmal zu verstärken. Allerdings geht der Entschlüsselungsstreit in eine neue Runde. Diesmal findet sich die Ursache  in den Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Drogenhändler.

Muss das oberste US-Gericht entscheiden?

Im neuen Fall fordert das Justizministerium von Apple, dass der Konzern  bei der Entriegelung des Smartphone des mutmaßlichen Dealers helfen müsse. Apple bleibt jedoch auch in diesem Fall dabei, dass die Ermittler damit ihre Befugnisse überschreiten würden und argumentiert, dass die Ermittler diese Daten nicht wirklich bräuchten, da der mutmaßliche Drogendealer, bereits aufgrund seines Geständnisses verurteilt wurde und lediglich das Strafmaß noch nicht festgesetzt sei. Daher liegt für Apple die Vermutung nahe, dass die Regierung einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen will, um künftig allgemein den Zugriff auf iPhones im Zuge von Strafverfolgungen  zu erleichtern. Hiergegen sperrt sich Apple mit aller Kraft und ist bereit, den Streit bis vor dem Obersten Gericht auszutragen. Dabei sieht sich Apple von der gesamten Technologiebranche unterstützt.

 

Überraschendes aus Cupertino

Apple präsentiert das iPhone SE

Das Apple immer wieder für kleinere oder größere Überraschungen gut ist, zeigte sich wieder einmal auf  Apple Keynote“ in Cupertino am 21. März 2016, als Apple- Chef Tim Cook das iPhone SE präsentierte. Zwar war allgemein erwartet worden, dass dieses neue iPhone präsentiert wurde, aber es wird wohl günstiger sein, als vorab vermutet. Weiterhin ist es zwar klein, aber viel besser ausgestattet als allgemein angenommen wurde. Das Smartphone hat ein vier Zoll großes Display, eingelagert in einem Gehäuse, das identisch mit dem Gehäuse des Vorgängermodells iPhone 5s. Gleichfalls wurde von vielen Apple-Fans nicht unbedingt erwartet, dass als Prozessor der schnelle A9-Prozessor des iPhone 6s in das neue Smartphone verbaut wird. Damit ist das Smartphone in der Lage, mit LTE bis 150 Mbit/s zu surfen. Es unterstützt WLAN 802.11/ac. Damit User auch per Apple Pay bezahlen können, ist NFC Funk eingebaut. Die 12-Megapixel-Kamera ist gleichfalls identisch mit der Kamera des iPhone 5s dund hat demnach auch dessen bekannte Funktionen einschließlich des Trueton-Blitzes. Dabei zeichnet die Kamera auch 4K-Video auf. Auf der Vorderseite dient das Display als Blitz für die Selfie-Kamera. Zu kaufen ist das Smartphone zu einem Preis von 489 Euro, also wie eingangs geschildert günstig. Allerdings beträgt bei diesem Preis der Speicher nur 16 GB. Für eine 64-GB-Versinon muss dann allerdings 589 Euro bezahlt werden.

Auch ein zweites iPad künftig im Apple-Portfolio

Auch stellte Tim Cook Apple ein zweites iPad Pro vor. Dieses verfügt über ein 9,7 Zoll großes Display hat und ist mit  dem Eingabestift „Apple Pencil“ zu bedienen. Interessant ist sicherlich, dass das  Display um 25 Prozent heller ist, als das Display des iPad Air 2. Damit reflektiert es deutlich weniger. Darüber hinaus ist es als „True Tone Display“ ausgelegt. Das Pro Audio System mit vier eingebauten Lautsprechern dürfte einen guten Klang liefern. Als Prozessor kommt der A9x zum Einsatz, der sicherlich genügend Leistung bietet, um Notebooks zu ersetzen. Die günstigste Version mit einem 128 Speicher soll wird Euro kosten, für die Version mit 256 GB Speicherkapazität müssen die 1049 Euro bezahlt werden.

UN-Menschenrechtsbeauftragter unterstützt Apple

Rechtsstreit Apple versus FBI

Apple erhält prominente Unterstützung in seinem Streit mit dem FBI. Zur Erinnerung: der US-Geheimdienst will Apple durch ein Gericht zur Entschlüsselung des iPhones von „San Bernardino-Attentäter“ Sayed Farook zwingen. Unter Berufung auf den Datenschutz aller iPhone User weigert sich aber Apple – in diesem Fall sogar Apple-Chef Tim Cook persönlich – einer richterlichen Anordnung Folge zu leisten und dem FBI bei der Entschlüsselung des iPhones zu helfen. Apple hat die Befürchtung, dass die Entschlüsselung „Dämme brechen“ könnte und der Datenschutz insgesamt in Frage gestellt werden könnte. Damit könnte Apple Recht haben, denn der FBI-Direktor James Comey hat nunmehr bei einer Anhörung durch den US-Kongress zugegeben, dass das Verfahren als Wegbereiter für weitere Fälle tauge. Nunmehr aber hat Apple in seiner Haltung Unterstützung durch den UN-Menschenrechtsbeauftragter Zeid Ra’ad Al Hussein bekommen. Dieser warnte, dass durch die Schaffung eines Präzedenzfall „extrem schädliche Auswirkungen“ auf die Rechte von Millionen Menschen haben könnte und dieses auch Auswirkungen auf deren physische und finanzielle Sicherheit zukommen könnten.

Auch Edward Snowden meldet sich zu Wort

Auch der Whistleblower Edward Snowden hat sich zu Wort gemeldet. Er bezeichnete das Gerichtsverfahren als „wichtigsten Rechtsstreit des Jahrzehnts“ im Technikbereich. Dabei müssten sich alle Bürger auf Apple verlassen können, dass ihre Rechte gegenüber dem FBI verteidigt würden. Systeme seien nur dann sicher, so fuhr Snowden fort, wenn ausschließlich die jeweiligen Nutzer Zugriff hätten. Ein Zugang für den Hersteller wäre eine riesige eine Sicherheitslücke. Selbst aus der US-Politik, die bislang mehrheitlich die FBI-Forderung unterstützt, kommen mittlerweile die ersten kritischen Stimmen. So verteidigt zum Beispiel der US-Senator Ron Wyden Apple indirekt. Er sagte, dass kein Unternehmen dazu gezwungen werden dürfte, absichtlich die Sicherheit ihrer Produkte zu schwächen. Im Großen und Ganzen muss man allerdings Volksvertreter, denen die Wahrung von Privatsphäre und Verschlüsselung ein Anliegen ist, leider schon mit der Lupe suchen. Gegen Entschlüsselung sind viele Politiker wohl nur, wenn es um ihre eigene Privatsphäre geht. Wer weiß, was ansonsten zu Tage käme!

Trump ruft zum Apple Boykott auf

Neue seltsame Äußerung von Donald Trump

Von Donald Trump, der sich zurzeit bei den Vorwahlen der Republikanischen Partei der USA im Rahmen von Vorwahlen um die Nominierung seiner Partei zur Kandidatur um die Wahl um die amerikanische Präsidentschaft bemüht, ist man ja schon einigen an seltsamen Äußerungen gewohnt. So sind seine rassistischen Kommentare gegen mexikanische Einwanderer bei vielen noch in bester Erinnerung. Nun setzt er noch einen drauf und fordert einen Apple Boykott. Dieses solange, bis der  Konzern die Forderungen der US-Behörden nachkommt, an diese die Sicherheitssperre des eines bestimmten  iPhones herauszugeben. Dass er mit seiner Forderung das Rechte von mehr als hundert Millionenen amerikanischen Usern auf Datensicherheit mit den Füßen tritt, interessiert ihn dabei sohl genauso wenig wie der Vorwurf vieler Tweeter, bei seinen Äußerungen, die Trump von seinem Twitter-Profil aus sendet, dafür ein iPhone einzusetzen. Wichtig scheint ihm wohl nur, mit solchen Statements auch die Stimmen von erzkonservativen Mitgliedern seiner Partei zu gewinnen.

Hintergrund des Konfliktes

Hintergrund des Konfliktes zwischen den US-Behörden und dem Apple Konzern ist die Weigerung von Apple, dem FBI beim Entsperren des iPhones eines toten Attentäters zu helfen. Dabei stellt sich das US-Justizministerium hinter die FBI-Forderungen. Apple hat den Behörden allerdings in diesem Zusammenhang vorgeworfen, dass diese sich mit einem „ungeschickten Vorgehen“ selbst in eine Sackgasse gebracht hätten. So habe Apple nach Angaben eines Konzernsprechers den Ermittlern vier Wege vorgeschlagen, wie man Zugang zu Informationen im iPhone bekommen könnte, ohne dass das Passwort „geknackt“ werden müsse. Eine der Vorschläge sei es gewesen, das iPhone mit einem bekannten WLAN zu verbinden und eine Sicherung der Daten im Online-Speicherdienst iCloud auszulösen. Allerdings habe Apple entdeckt, dass bereits jemand das Passwort der dazugehörigen Apple-ID geändert habe. Dieses zu dem Zeitpunkt, als das iPhone bereits in der Hand der Behörden war. Mit der Änderung sei nun dieser Weg verbaut worden. Grundsätzlich weigert sich Apple auch, eine Software zu entwickeln, mit der Apple die Funktion abschalten könnte, die alle Daten löscht, wenn zehn Mal ein falsches Passwort eingegeben wird. Eine solche Software würde die Sicherheit aller User schwächen.

Apple bietet kostenlose App für musikalische Notizen an

Apple bietet kostenlose App für musikalische Notizen an

„Garageband“ wird aktualisiert

Apple ist bekannter Weise immer wieder für eine Überraschung gut. Diesmal bereitet der Konzern Musikern eine Freude, indem sie die Anwendungssoftware zur Musikproduktion „Garageband“ aktualisiert hat. Scheinbar ist Apple aber auch bekannt, dass die meisten Amateurmusiker nicht mit Reichtümern gesegnet sind. Dieses ist wohl auch die Zielgruppe, der Apple eine zweite (einfachere) Musik-App kostenlos verfügbar gemacht hat. Diese App trägt den Namen „Musikmemos“ und dient der Aufnahme musikalischer Ideen. Gemeint könnten hier zum Beispiel Melodien, Rhythmen oder Akkordfolgen sein. Auf Wunsch wird automatisch eine Schlagzeug- und Bassbegleitung eingespielt, aber die Aufnahmen lassen sich auch weiterverarbeiten. Die Aufnahmen selbst können über das Mikro eines iPhones oder eines iPads oder auch über ein externes Aufnahmegerät erfolgen.

Optimiert für Akustikgitarre und Klavier

Grundsätzlich ist „Musikmemos“ für Akustikgitarre und Klavier optimiert, soll sich laut Apple aber auch für andere Instrumente eignen. Auch lassen sich Ideen benennen und mit Tags versehen, sodass es einfacher hat, diese später wieder zu finden. Darüber hinaus können die Ideen mit bis zu fünf Sternen bewertet werden, mittels iCloud Drive gesichert werden sowie über iOS-Geräte hinweg synchronisieren werden. Auch gibt es (leider) limitierte Bearbeitungsmöglichkeiten. So lassen sich zum Beispiel gespielte Akkorde identifizieren, damit sie dann eventuell angepasst werden können. Auch ist es möglich, Teile der Aufnahme wegzuschneiden. Für ein eventuelles mehrspuriges Bearbeiten können Aufnahmen in „Garageband“ exportiert werden.

Wie funktionieren die Aufnahmen?

Im Mittelpunkt der Oberfläche der App steht ein blau leuchtender Aufnahmeknopf. Bereits durch einen leichten Druck auf diesen „Knopf“ starte die Aufzeichnung. Sicherlich erstaunlich ist, dass „Musikmemos“ auch in der Lage ist zu erkennen, ob jemand Musik oder rhythmische Geräusche macht. Auch hierdurch kann (alternativ zu dem Knopfdruck) die Aufzeichnung gestartet werden. Weiter Grundfunktionen der App finden sich in einer Stimm-Hilfe für Instrumente sowie in einer Liste mit den bisherigen Aufzeichnungen oder musikalischen Ideen.

iOS 9.1 erforderlich

Wie bereits erwähnt wird die App von Apple kostenlos angeboten. Allerdings erfordert sie iOS 9.1 oder eine neuere Version.

Tim Cook verteidigt Apples Verschlüsselungspraxis

Absage an Forderungen amerikanischer Politiker

Das haben wahrscheinlich nicht nur der amerikanische Geheimdienst ungerne gehört, sondern wohl auch einige Politiker (und dieses nicht nur in den Vereinigten Staaten sondern wohl auch in der gesamten westliche Welt: Apple Chef Tim Cook hat alle denen eine Absage erteilt, die Apple aufgefordert haben, die Verschlüsselungspraxis der Apple Smartphone-Daten in Frage zu stellen. Nicht zuletzt durch die jüngsten Terroranschläge in Paris übten Politiker und Geheimdienste in dieser Hinsicht Druck auf die Smartphone-Hersteller auf. Hierzu gehörte unter anderem auch Hillary Clinton. So bezeichnete die die Anwärterin auf die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten die bisherige Verschlüsselungspraxis als „ein Werkzeug, das den Terroristen“ in die Hand spielte. Frau Clinton forderte daher die IT-Firmen auf, mit US-Behörden zusammen zu arbeiten. Selbst US-Präsident Barack Obama fordert in der letzten Zeit immer öfters von den IT-Herstellern, ihre Verschlüsselungspraxis zu lockern und den Behörden die Möglichkeit zu geben, bei dem Aufspüren und dem verfolgen von Terroristen auch chiffrierte Nachrichten mithören zu können.

Daten auf Mobilgeräten sollen bei Apple geschützt bleiben

Allen diesen Forderungen hat Apple in der Vergangenheit abgelehnt. Nunmehr bekräftigte Tim Cook diese Ablehnung noch einmal deutlich. In einem mit dem bekannten amerikanischen Journalisten und Fernsehmoderaten Charlie Rose (das von dem US-Fernsehsender CBS ausgestrahlt wurde) verteidigte er Apples Verschlüsselungspraxis. Unter anderem sagte er, dass die Verschlüsselung der einzige Weg sei, die unzähligen Daten auf Mobilgeräten zu schützen und man daher bei Apple durch diese auch weiterhin die Privatsphäre der Kundschaft schützen werde. Allerdings sagte er auch, dass sich nach seiner Meinung nationale Sicherheit und Datenschutz nicht gegenseitig ausschließen. So werde der Konzern auch weiterhin Anfragen von Strafverfolgungsbehörden – soweit diese legitim und vom Gesetz vorgeschrieben sind – positiv beantworten. So können diese in diesem Rahmen zum Beispiel in iCloud-Backups auf Apples Servern gesicherten Daten anfordern.

Auch keine Backdoors

Auch bezüglich Backdoors vertrat Tim Cook in dem Interview sein Verhalten. Wenn manden US-Behörden Backdoor ermöglicht, so stehen diese in letzter Konsequenz allen zur Verfügung, also nicht nur den „Guten“.