Dramatischer Umsatzrückgang von traditionellen Uhren durch die Konkurrenz der Apple Watch

Top oder Flop? Nach wie vor rätseln Analysten über die tatsächlichen Verkaufszahlen der Apple Watch. Zwar hat Apple mittlerweile mitgeteilt, dass der Umsatz der Sparte, zu dem auch der Uhrenbereich gehört, im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem ersten Quartal 2015 um ca. 950 Millionen US-Dollar gestiegen ist, aber mit dem genauen Absatz, also stückmässigen Verkaufszahlen, der Smartwatch hält sich der Konzern noch zurück. Diese Zahlen scheinen aber wesentlich besser zu sein, als von vielen Skeptikern erwartet. Zumindest kann dieses aus der folgenden Rechnung abgeleitet werden: nimmt man einen durchschnittlichen Verkaufspreis aus dem drei Modellreihen der Apple Watch von „nur“ 500 Dollar an, so würde sich hieraus ein Absatz von fast 2 Millionen Uhren ergeben. Und das in nur einem Quartal! Auch zeigte sich Apple Chef Tim Cook bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen für das zweite Quartal 2015 dem Vernehmen nach überrascht darüber, wie erfolgreich die erste Smartwatch ist und wie hoch die Verkaufszahlen ausfallen. Ein weiteres Indiz für den erfolgreichen Start der Apple Watch ist der dramatische Umsatzrückgang in der traditionellen Uhrenindustrie. So wurde über die Einzelhändler in den USA im Juni 2015 mit Armbanduhren nur ein Umsatz in Höhe von ca. 375 Millionen Dollar erzielt. Im Vergleich zu Juni 2014 bedeutet dieses einen Umsatzrückgang von 11 Prozent, die Stückzahlen gingen im gleichen Zeitraum um 14 Prozent zurück. Nach Ansicht von Marktforschern und Marktanalysten dürften die nächsten Jahre für die Hersteller und Händler von traditionellen Uhren im Modesegment aufgrund der Apple-Konkurrenz schwierig werden. Dieses dürfte besonders für Uhren im Preissegment bis zu 1.000 Dollar der Fall sein, denn für diesen Bereich haben Konsumenten in Umfragen angedeutet, dass sie sich bei ihrem nächsten Kauf für eine Apple Watch entscheiden werden. Und selbst wenn ein solches wieder Erwarten nicht schnell eintreten sollte: das nächste Weihnachtsgeschäft kommt mit Sicherheit!

Die Verkaufszahlen der Apple Watch sollen angeblich eingebrochen sein

Nicht nur die Börse sondern wohl auch die Apple-Konkurrenz und nicht zuletzt Millionen von Apple-Fans weltweit dürften mit Spannung den Tag abwarten, an dem in diesem Monat der Apple Konzern sein Quartalsergebnis bekannt geben wird. Im Mittelpunkt des Interesses dürften dann sicherlich die Verkaufsergebnisse der Apple Watch stehen. Bislang sind fast alle davon ausgegangen, dass sich die Apple Watch genauso in die Erfolgsprodukte einreihen wird, wie die meisten anderen Apple Produkte, denn die Präsentation der Uhr wurde auf der Entwicklerkonferenz WWDC nahezu enthusiastisch aufgenommen. Nun aber kommt eine für viele überraschende Nachricht. Laut Slice Intelligence soll die Nachfrage nach der Apple Watch in den USA angeblich massiv eingebrochen sein. So behauptet die Slice Intelligence Corp., dass zu Beginn des Markteintritts der Apple Watch in den USA ca. 200.000 Uhren pro Tag verkauft wurden, mittlerweile jedoch nur noch ca. 20.000 Exemplare pro Tag. Sollten die Nachrichten stimmen, wäre das ein Rückgang der Verkaufszahlen um ca. 90 Prozent. Angeblich will Slice Intelligence die Verkaufszahlen aus digitalen Kassenzetteln hoch gerechnet haben, die Kunden via E-Mail zugesandt bekamen. Dabei seien rund zwei Drittel der Verkäufe auf die die Apple Watch Sport entfallen. Von der Gold-Variante der Apple Watch sollen sogar bislang  in den USA nur 2.000 Exemplare verkaufen worden sein. Wenn die Zahlen von Slice Intelligence stimmen sollten, so wäre dieses tatsächlich äußerst überraschend. Allerdings sind die Angaben mit Vorsicht zu genießen, denn Slice Intelligence hat keine ausführliche Studie betrieben, sondern die Zahlen nur anhand des eigenen Benutzerstamms hochgerechnet. Und auch wenn die Zahlen tatsächlich in etwa stimmen würden, sollte man vorsichtig sein, den Erfolg der Apple Watch in Zweifel zu ziehen. Wenn man alle Verkaufszahlen zusammenrechnet, so dürfte Apple bislang selbst unter Berücksichtigung der angeblich eingebrochenen Verkaufszahlen alleine in den USA innerhalb von nur drei Monaten über 2 Millionen Apple Watches verkauft haben. Das sind Zahlen, die die Konkurrenz im ganzen Jahr 2014 nicht erreicht hat.

Apple Watch: Goldgrube oder Flop?

Endlich war es so weit: am Abend des 09. März 2015 hat Apple Chef Tim Cook auf einer Pressekonferenz in San Francisco, die unter dem Motto „Spring Forward“ stand, die mit Spannung erwartete Apple Watch vorgestellt. Anmerkung: neben der Apple Watch stellte Tim Cook auch ein neues MacBook sowie Upgrades für das MacBook Air und das MacBook Pro mit 13-Zoll-Retina-Display vor. Bei der Apple Watch standen vor allen Dingen der Verkaufsstart sowie die Preise für die einzelnen Ausführungen im Vordergrund des Interesses. In Deutschland kommt die Apple Watch ab 24. April 2015 in den Handel, Bestellungen sind zwei Wochen zuvor möglich. Erhältlich ist die Uhr in drei Variationen, wobei die Preisspannen aber erheblich sind. So müssen für die Apple Watch Sport je nach Armband 399 Euro bzw. 449 Euro auf den Tisch gelegt werden. Die Apple Watch ist zwischen 649 Euro 1.249 Euro erhältlich. Die Apple Watch Gold Edition wird mindestens 11.000 Euro kosten. Bei diesen Preisen scheint es auf den ersten Blick so, als würde sich für den Apple Konzern eine neuerlich „Goldgrube“ auftun. Prognosen von Analysten wie zum Beispiel JP Morgan, haben diesen Eindruck im Vorfeld der Präsentation verstärkt. Allerdings scheint es nunmehr so, dass Apple seine Erwartungshaltung zurück schrauben muss. Einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Marktforschungs-Instituts Ipsos zufolge hat eine deutliche Mehrheit der amerikanischen Bürger kein Interesse an dem Kauf der neuen Computeruhr. Von den Befragten ohne iPhone (ohne ein solches funktioniert die Apple Watch nicht) erwägen allerdings 13 Prozent, sich nur für die Apple Watch ein iPhone  zuzulegen. Auch auf Twitter schaffte bisher die Apple Watch weniger Aufmerksamkeit als erwartet wurde. So wertete der Anlageberater Likefolio aus, dass Apples neue Computeruhr in den ersten 24 Stunden nach ihrer Präsentation rund 450.000 Mal auf Twitter erwähnt wurde. Dieses ist weniger als ein Drittel der Aufmerksamkeit, die das iPhone 6 nach seiner Präsentation hatte.

Smartwatch: Apple wollte ursprünglich mehr Gesundheitsfunktionen

Nachdem Apple-Chef Tim Cook mit Anfang April 2015 vor drei Wochen erstmals einen konkreten Starttermin für die erste Apple Watch bekannt gegeben hatte, warten Apple Fans weltweit mit Spannung auf die erste Computeruhr von Apple. Insbesondere freuen sich viele angehende Käufer auf die Vielfalt an Funktionen, die die Apple Watch liefern soll. Allerdings wurde nunmehr bekannt, dass die Smartwatch noch deutlich mehr hätte können sollen, als sie im Endeffekt tatsächlich kann. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge, sollte die Apple Watch ursprünglich noch Sensoren haben, mit denen man den Blutdruck, den Stresspegel und die genaue Herzfrequenz hätte messen zu können. Laut dem Bericht wurden allerdings von Apple nicht nur diese, sondern auch weitere zahlreiche Gesundheitsfunktionen wieder gestrichen. So hätte zum Beispiel ein Blutdruckmesser bestimmte gesetzliche Richtlinien befolgen müssen. Hinzu kommt, dass diese gesetzlichen Richtlinien außerhalb der USA in den verschiedenen Ländern weltweit durchaus unterschiedlich sein können. Auch andere ursprünglich vorgesehene Features wurden wieder gestrichen. Entweder seien diese –  so das „Wall Street Journal“ – nicht voll ausgereift oder zu komplex für ein so kleines Gerät wie es die Apple Watch ist. Dennoch dürfte nicht nur nach Ansicht der Apple Fans der voraussichtliche Verkaufserfolg der Apple Watch trotz „fehlender“ Funktionen nicht beeinträchtigt sein. Davon ist auch nicht nur Tim Cook überzeugt, für den die Apple Watch laut eigener Aussage das Maß aller Dinge im Bereich der Smartwatches ist, sondern auch der Apple-Mitbegründer Steve Wozniak. In einem Interview mit der BBC äußerte er sich wie folgt: „die Smartwatch werde sich direkt zum Start millionenfach verkaufen. Der Grund hierfür sei, dass Apple-Produkte würden einfach mehr Spaß machen würden als die vergleichbaren Produkte anderer Hersteller. Sie seine einfach kleine Kunstwerke“. Da sind wir sicherlich nun alle einmal gespannt, ob „The Woz“, wie das Apple Urgestein Steve Wozniak auch genannt wird, recht hat. Im April 2015 werden wir mehr wissen.

Kommt die Apple Watch im März 2015 auf den Markt?

Apple Fans erinnern sich: Im September 2014 enthüllte Tim Cook im Rahmen des iPhone-6-Events die Computeruhr Apple Watch. Bereits seit 2012 rankten sich die Gerüchte um die Apple Watch. Diese Gerüchte lassen allerdings auch seit der Präsentation im September nicht nach, denn seitdem werden neue Informationen wie technische Daten oder Angaben zur Akkulaufzeit nur sparsam herausgegeben. Auch der genaue Verkaufsstart bleibt bisher offiziell ein Geheimnis. So nennt Apple auf seiner US-Webseite  lediglich „Anfang 2015″ als Verkaufsstart. Wie allerdings das gut vernetzte Apple-Blog „9to5Mac“ berichtet, ist mit einem Verkaufsstart im März 2015 zu rechnen. Auch andere Medien berichten, dass sich Apple auf den Verkauf seiner ersten Computeruhr vorbereitet. Im Februar 2015 soll es ein intensives Trainingsprogramm für Angestellte der hauseigenen Retail Stores geben. Bei diesem Training sollen die Mitarbeiter mit der neuen Produktkategorie vertraut gemacht werden. Angeblich sollen die Veranstaltungen direkt im Hauptquartier in Cupertino sowie in Texas stattfinden. Das erworbene Wissen sollen die Verkaufsmitarbeiter dann in ihre jeweiligen Filialen tragen und ihre Kollegen informieren. Der Verkaufsstart März 2015 scheint sich auch dadurch zu bestätigen, dass mit der Entwicklung des Produkts vertraute Quellen berichten, dass Apple mit der Hardware so weit auf Linie sei, dass mit einem Verkaufsstart in den USA Ende des darauffolgenden Monats, also im März, zu rechnen sei. Auch hatte Retail-Chefin Angela Ahrendts bereits gegenüber Mitarbeitern erwähnt, dass die Apple Watch nach dem chinesischen Neujahrsfest auf den Markt kommt. Das Neujahrsfest in China wird am 19. Februar 2015 gefeiert. Wann die Apple Watch allerdings in Europa erhältlich ist, ist weiterhin unklar. Während auf den Apple Website in den USA der Termin „Anfang 2015″ zu lesen ist, steht im Internet-Angebot von Apple Deutschland lediglich der Passus „Erhältlich 2015“. Zwar wurde zum Jahresende 2014 dieser Passus kurzzeitig auf „Anfang 2015″ geändert, doch diese Angabe wurde mittlerweile wieder rückgängig gemacht. Dieses gilt auch für die anderen europäischen Apple-Websites.