Will Apple DNA-Proben sammeln?

Wie die US-Wissenschaftszeitung „MIT Technology Review“ in Übereinstimmung mit der US-amerikanischen Tageszeitung „USA Today“ berichtet, will Apple angeblich mit seinem iPhone 5S und seiner Apple-Watch DANN-Proben von Nutzern sammeln. Diese sollen dann in genetische Studien eingebunden und einer Sammlung von Gesundheitsdaten für die von Apple im März 2015 vorgestellte Forschungsplattform „ResearchKit“ hinzugefügt werden. Mit dieser Forschungsplattform will Apple die Erforschung und Behandlung von Krankheiten unterstützen. Damit geht Apple  nach der Einführung des Fingerabdrucksensors auf dem iPhone 5S, der Health-App in iOS 8 und der Apple Watch mit Pulsmesser noch einen Schritt weiter. Mit der Plattform „ResearchKit“ soll das iPhone und die Apple-Watch zu einem medizinischen Forschungstool umfunktioniert werden. Dabei arbeitet Apple angeblich mit Wissenschaftlern zusammen, um DNA-Tests mittels  iPhone und die Apple-Watch vornehmen zu können und die DNA-Daten auf diesen Geräten zu speichern. Die dann aus der DNA extrahierten Daten und über das Smartphone oder die Appla-Watch hinterlegten Daten sollen dann  in der Cloud des Instituts gespeichert werden, um Studien die entsprechenden Proben liefern zu können. Zur Teilnahme an einer Untersuchung werden Probanden gesucht, die einem entsprechenden DNA-Test zustimmen und eine Speichelprobe an ein mit Apple kooperierendes Labor schicken. Wer sich jetzt allerdings ein Horrorszenario vorstellt, bei dem Nadeln aus dem iPhone oder der Apple Watch kommen, um dem Nutzer Blut abzuzapfen, kann allerdings beruhigt sein. Vielmehr müssen die Probanden ein Test-Set anfordern, mit dem sie dann eine Speichelprobe sammeln und per Post einschicken kann. Allerdings wird Apple nicht selbst die Probanden um ihre DNA-Proben bitten sondern zuständig hier sollen Apple-Partner aus dem akademischen Umfeld, die dann die Informationen über die Cloud verwalten. Laut „MIT Technology Review“ soll es darüber hinaus angeblich Überlegungen geben, dass ein Nutzer seine in der Cloud gespeicherten DNA-Daten selbst mit anderen teilen kann. So könnte man zum Beispiel seinen eigenen DNA-Code an einen Facharzt schicken. Ob die Studien allerdings tatsächlich stattfinden, ist laut Apple noch nicht gesichert. Es wird allerdings vermutet, dass Apple entsprechende Apps in der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2015 vorgestellt werden.